Beschreibung

Gibt es noch Zielgruppen?

Dienstag, 19. Juli 2011

Die Antwort ist ein klares JEIN!

Früher war alles einfacher (vielleicht). Jedenfalls was die Vermarktungswege anging. Es gab die klassische Kleinanzeige in der lokalen Tageszeitung oder im Ortsblatt, vielleicht eine Flugblatt-Aktion in der Nachbarschaft und – natürlich – die offene Besichtigung.

Jeder, der eine Immobilie suchte, schaute  zwangsläufig in die Zeitung und griff – bei Interesse – zum Telefonhörer. Das hatte Vor- und Nachteile. Vorteile, weil man mit einem Interessenten persönlich sprechen und damit eine Beziehung aufbauen konnte. Nachteile, weil die Zeitungswerbung in der Regel nur wenige Daten enthielt und viele Interessenten sich entweder gar nicht meldeten, oder nach einem kurzen Gespräch von dem Angebot verabschiedeten.

Heute befinden wir uns in Sachen Immobilienmarketing sozusagen in einem anderen Universum. Die Möglichkeiten sind extrem vielfältig und ständig in Bewegung. War bis vor kurzem ein Inserat auf den großen Immobilienportalen das Maß der Dinge, ist heute die Web 2.0 Makler-Homepage ein Muss, ebenso wie Präsenz in sozialen Netzwerken. Morgen wird alles wieder anders aussehen, Stichworte: Empfehlungsportale, Video-Marketing, virales Marketing, Farming etc.

Zurück zur Frage. Mit einer guten Marketingstrategie können heute breitere Interessentenkreise angesprochen werden als je zuvor. Insofern verschwimmen auch die Zielgruppen mehr und mehr. Klar treten als Reihenhauskäufer in der Regel immer noch Familien am häufigsten auf, und komfortable Eigentumswohnungen mit Aufzug finden vorwiegend Käufer in der Gruppe 50+. Doch Vorsicht! Es wäre fatal die eigene Werbung auf diese Gruppen zu fokusieren. Andere potenzielle Interessenten werden u.U. nicht oder nur unzureichend angesprochen. Beispiel: Eine Neubau-Dachgeschoss ETW im 3. Obergeschoss (ohne Aufzug) wurde vom Bauträger wie folgt inseriert: “Junges wohnen über den Dächern”…  Lange Zeit fand sich für die wirklich interessante Wohnung kein Käufer, bis plötzlich ein Paar (Sie 50+, Er 60+) die Wohnung zur Eigennutzung erwarb. Fazit: Nicht jeder ältere Mensch hat Angst vorm Treppensteigen und nicht jeder Jüngere kann sich eine solche Wohnung leisten. Unser Tipp: Zielen Sie mit ihrer Werbung auf unterschiedliche Zielgruppen. Wechseln sie sowohl Zielgruppen, Medien als auch ihre Aktionen ab.